Carnuntum-Exkursion der 6AG

Im Rahmen des Themas „Römisches Österreich“ im Latein-Unterricht unternahm die 6AG-Klasse am 16. Oktober eine ganztägige Exkursion nach Carnuntum. Während viele Schulklassen „nur“ den Archäologiepark in Petronell besuchen, fuhren wir zunächst in das Museum Carnuntinum in Bad Deutsch Altenburg. Dieses Museum, das 1904 von Kaiser Franz Joseph persönlich eingeweiht wurde, bietet einen sehr guten Überblick über das Leben der Römer vom 1. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. Unter anderem werden dort Keramik, Münzen, Schmuckstücke, aber auch das fast modern anmutende „Besteck“ eines Arztes gezeigt, ebenso wie Bruchstücke von Fensterglas oder Wasserleitungsrohre aus Ton und Blei. Austernschalen belegen, dass die Römer auch fern der Heimat nicht auf Spezialitäten verzichten wollten. Zu den besonders beeindruckenden Stücken zählt ein Relief des persischen Gottes Mithras, der vor allem von römischen Soldaten als Lichtgott und Sieger über das Böse verehrt wurde.

Im Anschluss daran fuhren wir zurück nach Petronell, wanderten vom Bahnhof zum Heidentor und von dort über das Amphitheater zum Freilichtmuseum, wo wir uns zunächst eine kulinarische Mittagspause gönnten. Am Nachmittag – leider war die Zeit fast zu kurz – durchstreiften wir das Gelände des wiederaufgebauten Stadtviertels, flanierten über die recht holprigen Römerstraßen und wärmten uns in den Räumen der wiederaufgebauten Therme. Genau diese weitgehend originalgetreuen Rekonstruktionen erlauben es uns, auch nach knapp 2000 Jahren einen authentischen Einblick in das Leben der Römer an der Donau zu erhalten.

Prof. Huber